Niklaus Leuenberger (1615–1653)

Niklaus Leuenberger
Gemälde

Anführer im Bauernkrieg von 1653

Leuenberger stammte aus einer Oberschichtsfamilie in der Emmentaler Gemeinde Rüderswil. Ab 1643 war er Mitglied des Landgerichts Ranflüh. Er engagierte sich im Bauernkrieg von 1653 im Kampf gegen die obrigkeitliche Politik. Ein erstes Mal trat er an der Bauernversammlung von Trachselwald im März 1653 auf. An der Landsgemeinde vom 23. April in Sumiswald wählten ihn die Bauern von Bern, Luzern, Solothurn und Basel zum Obmann des Bauernbundes. Im Mai zog er als Bundesobmann und Landeshauptmann mit einem Bauernheer nach Bern. Die Aufständischen verloren den militärischen Kampf. Leuenberger wurde nach Bern gebracht und mit 20 weiteren Anführern hingerichtet. Zum 250-Jahr-Jubiläum des Bauernkriegs wurde 1903 in Rüderswil für ihn ein Denkmal errichtet.

Geburtsort
Rüderswil
Literatur
Holenstein, André: Der Bauernkrieg von 1653. Ursachen, Verlauf und Folgen einer gescheiterten Revolution. In: Berner Zeitschrift für Geschichte, Jg. 66(2004), S. 1-43.
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HLS
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Holenstein 2004
Autor/-in: Christian Lüthi
Bildnachweis: Historisches Museum Schloss Thun

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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