Emma Graf (1865–1926)

Emma Graf
Porträt um 1910

Vorkämpferin des Berner Frauenstimmrechts

Emma Graf liess sich auf dem zweiten Bildungsweg zuerst zur Primar-, dann zur Sekundarlehrerin ausbilden. 1902 promovierte sie. Ab 1909 war sie Seminarlehrerin in Bern. Von 1902 bis 1920 setzte sie sich als Zentralpräsidentin des Schweizerischen Lehrerinnenvereins für die Lohngleichheit von Mann und Frau sowie für eine bessere Ausbildung der Seminaristinnen ein. 1904 bis 1913 redigierte sie die Schweizerische Lehrerinnenzeitung, 1915 gründete sie das Jahrbuch der Schweizerfrauen. Zudem engagierte sich Emma Graf als Präsidentin des bernischen Stimmrechtsvereins in der Frauenstimmrechtsbewegung. Sie setzte sich 1917 im Abstimmungskampf für das bernische Gemeindegesetz ein, das angenommen wurde und den Frauen das passive Wahlrecht in Gemeindekommissionen gewährte.

Geburtsort
Langenthal
Literatur
Strub, Elisa: Emma Graf. In: Jahrbuch der Schweizerfrauen, 1926/27, S. 7-112. Wäber, Hedwig et al.: Die Bernerin. Bern 1953 (Berner Heimatbücher, 52).
Link
HLS
Autor/-in: Anna Bähler
Bildnachweis: Wäber et al. 1953

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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