Marie Boehlen (1911–1999)

Marie Boehlen
Foto Dezember 1956

Kämpferin für das Frauenstimmrecht

Marie Boehlen wuchs als Tochter des Landwirtes Rudolf in Riggisberg auf, wo sie auch die obligatorischen Schulen durchlief. Anschliessend besuchte sie bis 1931 das Lehrerinnenseminar der Neuen Mädchenschule in Bern. 1933 holte sie die Matura nach und begann ein Rechtstudium an der Universität Bern, das sie 1939 mit dem Fürsprecherexamen und 1951 mit dem Doktor abschloss. 1940 trat sie in den Frauenstimmrechtsverein Bern ein und wurde bald Präsidentin. 1945 wurde sie Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (SP), von 1966 bis 1974 war sie Präsidentin der SP-Frauen Schweiz. Für die SP sass sie in der Legislative von Stadt (1972-1976) und Kanton Bern (1974-1986). Neben der politischen Tätigkeit war sie auch wissenschaftlich tätig, so mit ihrem «Kommentar zum schweizerischen Jugendstrafrecht».

Geburtsort
Riggisberg
Literatur
Lüscher, Liselotte: Eine Frau macht Politik, Marie Boehlen 1911-1999. Zürich 2009.
Link
HLS
Autor/-in: Daniel V. Moser
Bildnachweis: Lüscher, S. 138

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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