Eduard Müller (1848–1919)

Eduard Müller
Porträt um 1890

«Der rote Müller» wird Bundesrat

Der freisinnige Richter Eduard Müller verurteilte 1877 bürgerliche Störenfriede eines sozialistischen Protestmarschs wegen Schändung einer roten Fahne («der rote Müller»). 1882–95 war er Grossrat und 1884–95 Nationalrat. 1885 leitete er als a.o. Bundesanwalt eine Anarchistenuntersuchung. Im Militär wurde er 1888 Oberstdivisionär. Als Berner Stadtpräsident (1888–95) realisierte er die Reorganisation der Armenpflege und den Bau kommunaler Wohnungen im Wylerquartier. Im Bundesrat (1895–1919) war er Chef des Justiz- und Polizeidepartements und des Militärdepartements. Als Bundespräsident führte er, wie damals üblich, 1899/1907/1913 das Politische Departement (EDA). Seine grössten Erfolge waren der Sieg in der Abstimmung über die Militärvorlage 1907 und die Einführung des Zivilgesetzbuchs 1912.

Geburtsort
Dresden
Literatur
Martig. Peter: Eduard Müller 1848–1919. In: Altermatt, Urs (Hg.: Die Schweizer Bundesräte. Zürich 1991, S. 269–274.
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HLS
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Bundesrat
Autor/-in: Marianne Berchtold
Bildnachweis: Berner Jahrbuch 1967, S. 33

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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