Elie Bertrand (1713–1797)

Elie Bertrand
Ölgemälde von S. Barth, 1749

«Pasteur-naturaliste» mit polnischem Adelstitel

Bertrand war Theologe und ab 1744 Helfer, später Pfarrer an der französischen Kirche in Bern. Als international bekannter Mineraloge und Naturwissenschaftler war er Mitglied mehrerer gelehrter Gesellschaften und Akademien und korrespondierte mit Voltaire und Haller, weshalb die Oekonomische Gesellschaft Bern ihn 1760 zu ihrem Sekretär wählte. Er wurde Präzeptor der zwei jungen polnischen Grafen Mniszech, die einige Jahre bei ihm in Bern lebten. Dieser Kontakt und sein Ruf als Ökonom und Naturwissenschaftler verhalfen ihm 1765 zu einer Berufung nach Polen ans Ministerium für Industrie, Landwirtschaft und Naturwissenschaft. Der polnische König verlieh ihm einen Adelstitel. Wegen der politischen Verhältnisse kehrte er schon nach zwei Jahren aus Polen zurück und liess sich in Yverdon nieder.

Geburtsort
Orbe
Literatur
Weidmann, Marc: Un pasteur-naturaliste du XVIIIe siècle. Elie Bertrand (1713-1797). In: Revue Historique Vaudoise 1986, 63-108; Boscani Leoni, Simona et al. (Hrsg.): Le savant médiateur au XVIIIe siècle: science, religion, éducation au sein de l’Etat. Actes du Colloque international à l’Université de Lausanne, 12-14 septembre 2013. Genf (in Vorbereitung).
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HLS
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Lumières Lausanne
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Weidmann 1986
Autor/-in: Gerrendina Gerber-Visser
Bildnachweis: Musée d'Yverdon-les-Bains

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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