Beat Fischer (1641–1698)

Beat Fischer
Familienporträt mit Beat Fischer, 1671, Öl auf Leinwand, Privatbesitz, Ausschnitt

Gründer der Fischerpost

Fischer wurde 1673 Mitglied des Grossen Rates und 1674 Deutschseckelschreiber. 1675 erhielt er das bernische Postregal zur Pacht. Er entwickelte die bernische Post zur grössten Postunternehmerin der Eidgenossenschaft und zu einem der schnellsten Postdienste Europas. Daneben war er als Unternehmer tätig: Pächter des stadtbernischen Waisenhauses mit angegliederter Tuchmanufaktur, Herausgeber der ersten Berner Wochenzeitung, der Gazette de Berne, Pächter der bernischen Münzanstalt, Erbauer des «Ballenhauses», Gründer der ersten bernischen Brauerei und einer Ziegelei in der Matte. Fischer amtierte als Landvogt zu Wangen und wurde Mitglied des täglichen Kleinen Rates. Der erworbene Reichtum ermöglichte ihm den Erwerb und Neubau der Herrschaft und des Schlosses Reichenbach. Für seine Verdienste wurde er von Kaiser Leopold I. in den erblichen Ritterstand erhoben.

Geburtsort
Bern
Literatur
Müller, Hans: Fischersche Post in Bern in den Jahren 1675-98. In: Archiv des Historischen Vereins des Kantons Bern, Bd. 24, 1 (1918), S. 1-188. Braun, Hans et al.: Beat Fischer (1641-1698). Der Gründer der bernischen Post. Bern 2004.
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Müller 1918
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Staatsarchiv des Kantons Bern: Familienarchiv von Fischer
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Burgerbibliothek Bern: Familienarchiv von Fischer
Autor/-in: Franz von Graffenried
Bildnachweis: Aus: Braun et al. 2004, S. 230

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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