Karl Schnell (1786–1844)

Karl Schnell
Lithografie um 1820

Liberaler Volkstribun

Schnell galt als eifrig, fleissig, sparsam, uneigennützig, reizbar und stur, mit einem Hang zur Depression. Gesellschaft mied er und heiratete nie. 1809 promovierte er zum Dr. jur. nach Studien in Heidelberg. Schnell war Volksführer (der «Dökti» für politische Fragen), Kämpfer, aber kein Staatsmann. Ohne eigentliches Programm kämpfte er gegen erbliche Vorrechte der Patrizier. Für die Errichtung der Verfassung von 1831 wurde er zum Regierungsrat in Bern gewählt. Er gab im September 1838, nach seiner Niederlage im Bonaparte-Handel, alle Ämter ab.Fortan arbeitete er wieder im «Sommerhaus», seinem Rückzugsort, als Notar. Er übernahm die Redaktion des «Berner Volksfreunds» und einige Ämter in Burgdorf. Im Februar 1844 verlor sich seine Spur in Aarau Richtung Aare. Drei Tage später wurde seine Leiche in Umikon (Brugg) angeschwemmt.

Geburtsort
Burgdorf (Stadtschreiberei)
Literatur
Sommer, Hans: Karl Schnell von Burgdorf. Der Vorkämpfer der bernischen Volksherrschaft. 1786-1844, Burgdorf 1939, 7-238; Manuel, Karl: Trauer-Ode für Karl Schnell. In: Burgdorfer Jahrbuch. Jg. 57(1990), 125-128.
Link
HLS
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Manuel 1990
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Sommer 1939
Autor/-in: Kai-Bernhard Trachsel
Bildnachweis: Sommer 1939, S. 112

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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