Carl Johann Emanuel Schenk (1823–1895)

Carl Johann Emanuel Schenk
Porträt um 1890

Bernischer Sozialpolitiker und Bundesrat der Radikalen

Carl Schenk besuchte ab 1832 die Pietistenschule in Kornthal (Württemberg), ab 1842 studierte er Theologie in Bern. Als Feldprediger nahm er am Sonderbundskrieg 1847 teil und wirkte ab 1850 als Pfarrer in Schüpfen.1855 wurde er in den bernischen Regierungsrat gewählt. Schenk setzte sich fundiert mit dem Armenwesen auseinander und setzte ein neues Armengesetz durch. Carl Schenk wurde 1863 in den Bundesrat gewählt, sechs Mal auch zum Bundespräsidenten. Als Vorsteher des Departementes des Innern setzte er sich erfolgreich für den Bau der Gotthardbahn und für andere Infrastrukturprojekte ein und förderte die Projekte des heutigen Nationalmuseums und der Nationalbibliothek. Hingegen scheiterte Schenk in den Volksabstimmungen zum eidgenössischen Schulsekretär und zum Impfobligatorium von 1882.

Geburtsort
Bern
Literatur
Kummer, Johann Jacob: Bundesrat Schenk - Sein Leben und Wirken: ein Stück bernischer und schweizerischer Kulturgeschichte. Bern 1908; Böschenstein, Herrmann: Bundesrat Carl Schenk (1823-1895). Ein Lebensbild des Menschen und des Politikers in seiner Zeit. Bern-Bümpliz 1946; Altermatt, Urs (Hg.): Die Schweizer Bundesräte. Zürich 1992, S. 168-173.
Link
HLS
Autor/-in: Daniel V. Moser-Léchot
Bildnachweis: www.autographenderschweiz.ch

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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