Katharina Franziska Perregaux-von Wattenwyl (1645–1714)

Katharina Franziska Perregaux-von Wattenwyl
Die jugendliche Katharina von Wattenwyl in Rüstung. Öl auf Leinwand von Theodor Ross, 1674.

Das «Enfant terrible» der von Wattenwyl

Katharina Franziska Perregaux-von Wattenwyl, von Jugend auf extravagant, strebte nach Ansehen. Aus finanziellen Motiven kam sie mit dem französischen Gesandten in Solothurn in Kontakt, der in ihr eine ideale Informantin über Berns Bündnisbestrebungen mit England gegen Frankreich sah. 1689 wurde ein Bote mit geheimer Korrespondenz abgefangen. Perregaux wurde verhaftet, gefoltert und wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Die Untersuchungen ergaben jedoch, dass sie die Informationen weitgehend selber erfunden hatte. Die wahren Hintergründe des Prozesses wurden nie bekannt. Man vermutete ein Ablenkungsmanöver zwischen Freunden und Gegnern Frankreichs. Auf Intervention ihrer Verwandtschaft wurde die Todesstrafe 1690 in lebenslängliche Verbannung umgewandelt.

Geburtsort
Bonmont (Gemeinde Chéserex)
Literatur
Bhattacharya-Stettler, Therese: Die Spionin Katharina Perregaux-von Wattenwyl. In: Holenstein, André et al. (Hrsg.): Berns mächtige Zeit. Bern 2006, 136; Bichsel, Therese: Catherine von Wattenwyl Amazone, Pfarrfrau und Spionin. Oberhofen 2004; Braun, Hans: Die Familie von Wattenwyl. Murten 2004, 135-141.
Link
HLS
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Erinnerungen 1714
Autor/-in: Toni Bähler
Bildnachweis: Schloss La Sarraz VD.

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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