Gertrud Woker (1878–1968)

Gertrud Woker
Foto um 1950

Biochemikerin, Pazifistin, Frauenrechtlerin

Als Frau kämpfte Gertrud Woker für die politische Gleichberechtigung, als Wissenschaftlerin und Pazifistin gegen den Irrsinn der Kriegsführung mit chemischen und anderen wissenschaftlich entwickelten Waffen. Beide Engagements behinderten ihre Karriere an der Universität Bern. Nach schwungvollem Beginn lebte sie lange Jahre von einem bescheiden dotierten Lehrauftrag. Erst 1933 wurde sie schliesslich zur ausserordentlichen Professorin für physikalisch-chemische Biologie (heute Biochemie) gewählt, ohne allerdings finanziell besser gestellt zu sein. Trotzdem hatte sie es für die damalige Zeit unüblich weit gebracht.

Geburtsort
Bern
Literatur
Rogger, Franziska: Der Doktorhut im Besenschrank. Das abenteuerliche Leben der ersten Studentinnen - am Beispiel der Universität Bern. 2. Aufl. Bern 2002, S. 178-198. Muscionico, Daniele: Starke Schweizer Frauen. 24 Porträts. Zürich 2011, S. 48-53. Traber, Barbara: Bernerinnen - vierzig bedeutende Berner Frauen aus sieben Jahrhunderten. Bern 1980.
Link
HLS
Autor/-in: Emil Erne
Bildnachweis: Staatsarchiv des Kantons Bern, T.B 993

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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