Franz Schnyder (1910–1993)

Franz Schnyder
Foto 1960er Jahre

Der vergessene Schöpfer des Kinos der Nation

Schnyder verbrachte seine Zeit bis zum Kriegsausbruch an deutschen Theatern, ehe er in die Schweiz zurückkehrte und in Zürich einen Regievertrag erhielt. «Gilberte de Courgenay» war seine erster Film. Berühmt wurde er als Verfilmer der Gotthelf-Geschichten «Ueli der Knecht», «Ueli der Pächter» sowie den zwei Teilen zu «Anne Bäbi Jowäger». «Heidi und Peter» von Johanna Spyri, der erste Farbfilm der Schweiz, schnitt ebenfalls erfolgreich an der Kinokasse ab und zementierte Schnyders Ruf als Schöpfer des Kinos der Nation. Kritische Filme wie «Der 10. Mai», welcher die Geschichte der Schweiz im Zweiten Weltkrieg thematisiert, erhielten gute Kritiken, wurden aber vom Publikum weniger gut besucht. Seine Filme gehören zum nationalen Kulturgut, ihr Schöpfer hingegen geriet in Vergessenheit.

Geburtsort
Burgdorf
Literatur
Hervé, Dumont, Geschichte des Schweizer Films. Spielfilme 1896-1965. Lausanne 1987. Scheidegger, Fred: Franz Schnyder - Ein Pionier des Schweizer Films. In: Burgdorfer Jahrbuch, Jg. 53, 1986 Burgdorf, S. 195-223.
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Burgerbibliothek Bern: Nachlass Franz Schnyder
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Fernsehen SRF
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Website Gotthelf
Autor/-in: Beat Hatz
Bildnachweis: www.ruedtligen-alchenflueh.ch

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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