Ernst Nobs (1886–1957)

Ernst Nobs
Foto

Erster sozialdemokratischer Bundesrat

Nobs wuchs in Grindelwald auf. Er war zuerst als Lehrer und dann als Journalist für die sozialdemokratische Presse tätig. Als Politiker wurde er 1916 ins Stadtzürcher Parlament und in den Kantonsrat gewählt. Ab 1919 war er im Nationalrat und ab 1935 im Zürcher Regierungsrat, wo er während der Wirtschaftskrise als Volkswirtschaftsdirektor tätig war. 1942 wurde er zum Zürcher Stadtpräsidenten gewählt. Im Zuge der Wende im Krieg und nach dem sozialdemokratischen Sieg in den Nationalratswahlen wurde Nobs im Dezember 1943 zum ersten sozialdemokratischen Bundesrat und 1949 zum Bundespräsident gewählt. Er führte das Finanz- und Zolldepartement bis zu seinem Rücktritt 1951. Sein wichtigstes Dossier scheiterte: die Überführung der im Krieg durch Notrecht eingeführten Steuern in ordentliches Recht.

Geburtsort
Seedorf BE
Literatur
Lang, Karl: Ernst Nobs, 1886-1957. In: Altermatt, Urs (Hg.): Die Schweizer Bundesräte. Zürich 1992, S. 427-430.
Link
HLS
Autor/-in: Christian Schätti
Bildnachweis: www.admin.ch (Bundesrat)

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



Geburtsjahr