Louise Elisabeth de Meuron-von Tscharner (1882–1980)

Louise Elisabeth de Meuron-von Tscharner
Madame de mit Hut und Hörrohr

Stadtoriginal

«Madame de» repräsentierte in ihrem Denken und Handeln das aristokratische Bern, das 1798 untergegangen war. Ihr standesbewusstes Auftreten und ihre träfen Aussprüche machten sie populär («Sit Dihr öpper, oder nämet Dihr Lohn?»). Sie war in einer patrizischen Familie aufgewachsen und musste ihren Cousin heiraten, von dem sie sich nach 18 Jahren wieder scheiden liess. Nach dem Tod ihres Sohnes kleidete sie sich nur noch schwarz. Ihre Trauerkleidung ergänzte sie im hohen Alter mit einem Spazierstock und einem Hörrohr. Sie besass mehrere Berner Altstadthäuser, die sie u.a. an Studenten vermietete, sowie die Schlösser Amsoldingen und Rümligen. Schloss Rümligen war ihr Hauptwohnsitz, hier organisierte sie zudem Springreitturniere.

Geburtsort
Bern
Literatur
Borle, Rosmarie: Madame de Meuron 22. August 1882 - 22. Mai 1980. Ein Erinnerungsalbum. Bern 1980. Langhans-Maync, Susy: Madame de ... [Anekdoten in Berndeutsch über Madame de Meuron]. 11. Aufl. Ostermundigen 1984 [zuerst 1971]. Arn, Karoline: Elisabeth de Meuron-vonTscharner (1881-1980). Der Wunsch der Löwin zu fliegen. Oberhofen 2014.
Link
HLS
Autor/-in: Emil Erne
Bildnachweis: Foto Greti Oechsli Bern

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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