Jeanne Bueche (1912–2000)

Jeanne Bueche
Foto 1993

Pionierarchitektin der französischen Schweiz

Bueche wuchs in Saint-Imier als Tochter des Architekten Louis Bueche auf. Sie schloss 1935 ihr Studium an der ETH Zürich ab und arbeitete unter anderem bei Rino Tami in Lugano. 1944 gründete sie als erste Frau der französischen Schweiz ein eigenes Architekturbüro in Delsberg, das sie bis ca. 1984 betrieb. Mit dem Erweiterungsauftrag des Kapuzinerklosters Montcroix in Delsberg 1950 begann sie eine Karriere in der sakralen Architektur. Sie baute neun Kirchen und restaurierte oder baute dreissig um, die meisten im Kanton Jura. Sie arbeitete eng mit Künstlern wie F. Léger, Coghuf und R. Rossi zusammen. Sie war sehr engagiert in der Denkmalpflege und war Mitbegründerin der Association pour la sauvegarde du patrimoine rural jurassien (ASPRUJ). Sie war Mitglied des SIA, des BSA und der Eidg. Kunstkommission.

Geburtsort
Saint-Imier
Literatur
Jura Pluriel, Nr.39, 2001, S. 26-30; Architektenlexikon der Schweiz 19./20. Jahrhundert. Basel 1998, S. 103; Daucourt, Philippe: Jeanne Bueche architecte. Lausanne 1997; Lang, Evelyne: Les premières femmes architectes de Suisse. Diss. ETH Lausanne 1992.
Link
HLS
Autor/-in: Evelyne Lang Jakob
Bildnachweis: Baudoc Bulletin 9/10 1993, S. 5. Primula Bosshard, Foto.

Impressum

Die Datenbank «Persönlichkeiten der Berner Geschichte» ist 2014/15 im Rahmen eines Projektes entstanden. 20 HVBE-Mitglieder haben die Texte geschrieben. Eine Arbeitsgruppe des Vorstandes hat die Texte redigiert und in die Datenbank geladen.
Konzept und Redaktion: Armand Baeriswyl, Christian Lüthi, Martin Stuber, Stefan von Below, Gerrendina Gerber-Visser
Bildbeschaffung: Marianne Berchtold
Technische Umsetzung: klink.ch



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