Geschichte des Kantons Bern seit 1798: Band II

Die Entstehung des demokratischen Volksstaates 1831-1880

Beat Junker


Geleitwort
Vorwort des Verfassers

Geleitwort

Die Arbeit am zweiten Band der Geschichte des Kantons Bern seit 1798 hat mehr Zeit in Anspruch genommen, als wir ursprünglich berechnet hatten. Aber es hat sich gezeigt, dass die Sichtung des im 19.Jahrhundert immer umfangreichear werdeneden Quellenmaterials - nicht zuletzt der nun einsetzenden gedruckten Veröffentlichungen der Kantonsbehörden, sowie der an politischem Gewicht zunehmenden Presseorgane - sehr zeitaufwendig war.

Wir schätzen uns glücklich, dass wir jetzt den zweiten Band der Öffentlichkeit vorlegen können. Für den Text ist der Autor allein verantwortlich. Den Bildteil stellte das Staatsarchiv Bern (P. Martig, K.F. Wälchli) zusammen, wobei einmal mehr die bernischen Institute und Amtsstellen, die über einschlägiges Material verfügen, ihre Mitarbeit nicht versagten.

Die Kartenbeilage wurde von Hans-Rudolf Egli, Geographisches Institut der Universität Bern, Abt. Kulturgeographie, (Kartograph A. Brodbeck) gestaltet. Wir sind dem Regierungsrat dankbar, dass er durch einen Beitrag aus dem Lotteriefonds mithalf, die hohen Kosten dieser Beilage zu tragen.

Indem sie den Text mit EDV erfasste, hat Frau V. Egli wesentlich zur Senkung der Satzkosten beigetragen.

Wir danken allen, die durch ihre Arbeit zur Vollendung des zweiten Bandes beigetragen haben und hoffen, dass es uns gelingen wird, den abschliessenden dritten Band noch vor der Mitte der Neunzigerjahre herauszubringen.

Historischer Verein des Kantons Bern

Arbeitsgruppe Kantonsgeschichte
K.F. Wälchli F. Häusler
H.-R. Egli E. Trees
G. Grosjean M. v.Tscharner

Vorwort des Verfassers

Der zweite Band der "Geschichte des Kantons Bern" schliesst an die Darstellung von Helvetik, Mediation und Restauration an und führt sie weiter in das letzte Viertel des 19.Jahrhunderts, bis zur Staatskrise von 1877/78. Damals entzog das Berner Volk seinen Behörden in mehreren Abstimmungen demonstrativ das Vertrauen und veranlasste so den gesamten Regierungsrat zum Rücktritt. Die Abgrenzung zwischen dem zweiten und dem kommenden dritten Band ist also von der Politik her gewählt worden. Sie dominierte im 19.Jahrhundert das öffentliche Leben im Kanton Bern und steht deshalb in diesem Band im Vordergrund. Doch wandelten sich damals auch Wirtschaft, Gesellschat und Geistesleben Berns derart, dass ein Einschnitt bei der Zeit vor rund hundert Jahren von diesen Bereichen her ebenfalls sinnvoll erscheint. Für einzelne Teilfragen freilich ergeben sich Probleme, und es wird namentlich für die Entwicklung der Stadt Bern nötig sein, im dritten Band auf Geschehnisse zurückzukommen, die sich schon vor 1880 zugetragen haben.

Eine markante Veränderung gegenüber dem frühen 19.Jahrhundert erfuhr das Umfeld allerdings schon 1848, als sich die Eidgenossenschaft zum Bundesstaat umformte. Aber auch für die Zeit nach diesem Datum bleibt unsere Darstellung eine Geschichte des Kantons Bern, die Gesamtschweizerisches nur soweit einbezieht, wie es auf Bern einwirkte. Es wird also nicht alles angeführt, was Berner in der Bundespolitik gleistet haben. Überhaupt erstrebt der Band keine Vollständigkeit, die sich angesichts der Stoffülle ohnehin nicht erreichen liesse und auch den Leser strapazieren müsste.

Wie schon beim ersten Band darf der Autor vielen Personen danken für Anregungen und Hinweise, aber auch für Hilfe bei der Herstellung des Werkes. Ihre Zahl ist so gross, dass sie nicht einzeln genannt werden können. Ausdrücklich erwähnt sei jedoch das Staatsarchiv des Kantons Bern, auf dem auch diesmal die Hauptlast der organisatorischen Arbeit ruhte und dem ein grosses Verdienst am Erscheinen dieses Bandes zukommt.

Beat Junker



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10/97, © Historischer Verein des Kantons Bern


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